So rechnen sich die drei Wettarten
Bei der Einzelwette tippen Sie ein Ereignis: 10 € zur Quote 1,80 bringen 18 €. Bei der Kombiwette werden die Quoten multipliziert, 1,80 × 2,00 × 1,70 ergibt 6,12. Dafür müssen alle Tipps stimmen; ein einziger Fehler, und der Einsatz ist weg.
Die Systemwette ist ein Bündel kleinerer Kombis. Ein System „2 aus 3“ besteht aus drei Zweierkombis: Geht ein Tipp daneben, gewinnt immer noch eine davon. Der Preis dafür ist ein dreifacher Einsatz.
Warum Kombis für den Buchmacher attraktiv sind
In jeder Quote steckt eine Marge. Liegt sie bei rund fünf Prozent je Auswahl, summiert sie sich bei drei Auswahlen auf etwa 14 Prozent (1 − 0,95³). Mit jeder weiteren Auswahl sinkt Ihr rechnerischer Erwartungswert, auch wenn die Gesamtquote verlockend aussieht.
In Deutschland kommt die Wettsteuer von 5,3 Prozent auf den Einsatz hinzu. Sie fällt bei jeder Wettart an, wirkt bei hohen Kombiquoten aber weniger sichtbar.
Faustregeln für die Praxis
Einzelwetten sind die ehrlichste Wettart: Sie sehen sofort, was Ihre Einschätzung wert ist. Kombis eignen sich für kleine Einsätze, wenn es um Unterhaltung geht. Systeme helfen, wenn Sie mehreren Tipps vertrauen, aber einen Ausrutscher einkalkulieren.
Legen Sie den Einsatz vorher fest und erhöhen Sie ihn nicht, um Verluste aufzuholen. Die Quote sagt etwas über die Wahrscheinlichkeit, nicht über die Sicherheit.