Casinowegweiser

Rechtslage in Deutschland

Was erlaubt ist, wer kontrolliert und welche Regeln für Sie als Spieler gelten.

Redaktion Casinowegweiser

Was ist erlaubt, und was nicht?

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 das Glücksspiel im Internet einheitlich für alle 16 Bundesländer. Bundesweit erlaubnisfähig sind Sportwetten, virtuelle Automatenspiele (Online-Slots) und Online-Poker. Wer eine Erlaubnis besitzt, steht auf der amtlichen Whitelist der GGL.

Anders bei Online-Casinospielen im engeren Sinn: Roulette, Blackjack und Baccarat gegen die Bank, auch als Live-Übertragung: Sie sind Sache der einzelnen Länder. Jedes Land darf höchstens so viele Konzessionen vergeben, wie es Spielbanken hat, oder das Angebot selbst über eine staatliche Gesellschaft organisieren. Deshalb fehlen Live-Tische bei den bundesweit tätigen Anbietern.

Die wichtigsten Regeln für Spielerinnen und Spieler

  • 1.000 € Einzahlungslimit pro Monat, über alle Anbieter hinweg. Kontrolliert wird es über die zentrale Limitdatei LUGAS. Eine Erhöhung ist nur in Ausnahmefällen nach Bonitätsprüfung möglich.
  • Kein paralleles Spiel: Sie können nicht gleichzeitig bei zwei Anbietern aktiv sein. Beim Wechsel gilt eine Wartezeit von fünf Minuten.
  • Automatenspiele: höchstens 1 € Einsatz je Spiel (ab 21 Jahren bis zu 3 €, unter Auflagen bis zu 5 €), im Schnitt mindestens fünf Sekunden pro Runde, kein Autoplay, keine Jackpots, keine Demo ohne Konto.
  • Panik-Button: Ein Klick sperrt das Konto sofort für 24 Stunden.
  • OASIS: Eine Selbst- oder Fremdsperre gilt für sämtliche legalen Angebote in Deutschland und dauert mindestens drei Monate, sofern keine längere Frist gewählt wird.
  • Werbung: Für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker darf zwischen 6 und 21 Uhr im Rundfunk und Internet nicht geworben werden.

So prüfen Sie einen Anbieter

Die GGL veröffentlicht die Whitelist auf ihrer Website und aktualisiert sie laufend. Sie nennt Unternehmen, Spielform und die zugelassenen Internetadressen. Steht eine Seite dort nicht, ist ihr Angebot in Deutschland nicht erlaubt, ganz gleich, mit welcher ausländischen Lizenz sie wirbt. Ein Siegel im Seitenfuß genügt nicht; entscheidend ist der Abgleich mit der Liste.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus Glücksspielen sind für private Spieler in Deutschland grundsätzlich einkommensteuerfrei. Besteuert wird der Einsatz: 5,3 % bei Sportwetten, virtuellem Automatenspiel und Online-Poker. Schuldner ist der Anbieter. Bei Sportwetten reichen manche Anbieter die Steuer über den Einsatz oder den Gewinn an Kunden weiter, bei Automatenspielen schlägt sie sich in niedrigeren Auszahlungsquoten nieder. Ausnahmen gelten für Personen, die das Spiel wie ein Gewerbe betreiben, etwa Berufs-Pokerspieler; im Zweifel hilft eine steuerliche Beratung.

Ausblick: Evaluierung bis Ende 2026

Der Staatsvertrag schreibt eine Überprüfung seiner Wirkung vor. Der zusammenfassende Bericht soll bis zum 31. Dezember 2026 vorliegen; erst danach entscheiden die Länder über Anpassungen, etwa beim Einzahlungslimit oder beim zulässigen Wettprogramm. Bis dahin gelten die oben beschriebenen Regeln unverändert. Wir aktualisieren diese Seite, sobald Änderungen beschlossen sind.