Der Hausvorteil in Zahlen
Beim europäischen Roulette gibt es 37 Felder, ausgezahlt wird aber, als wären es 36. Daraus ergibt sich ein Hausvorteil von 1/37, also rund 2,7 Prozent; mit Doppelnull sind es 5,26 Prozent. Bei Automatenspielen nennt die Auszahlungsquote dasselbe von der anderen Seite: 96 Prozent Quote bedeuten 4 Prozent Hausvorteil.
Diese Werte gelten über sehr viele Runden. An einem einzelnen Abend ist alles möglich, genau das macht den Reiz aus und führt zu falschen Schlüssen.
Jede Runde ist unabhängig
Zufallsgeneratoren und Roulettekessel haben kein Gedächtnis. Nach fünfmal Rot ist Schwarz nicht „fällig“; die Wahrscheinlichkeit bleibt gleich. Dieser Denkfehler heißt Spielerfehlschluss.
Auch „heiße“ und „kalte“ Automaten gibt es nicht. Die Auszahlungsquote ist eine Eigenschaft des Spiels, nicht des Augenblicks.
Warum Systeme nicht funktionieren
Beim Martingale-System verdoppeln Sie nach jedem Verlust. Nach sieben Verlusten in Folge müssten Sie das 128-Fache des Grundeinsatzes setzen, und sieben Verluste hintereinander treten auf einfache Chancen in knapp einem Prozent aller Serien auf. Tischlimits und das eigene Budget beenden die Rechnung vorher.
Kein Setzsystem ändert den Erwartungswert. Es verschiebt nur, wie Gewinne und Verluste verteilt sind: viele kleine Gewinne, selten ein sehr großer Verlust.